Kausnacks für Hunde – mehr als ein leckerer Spaß

Darum sind Kausnacks wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden Ihres Hundes

Ob Kauknochen, Schweineohren oder Rinderhaut – das Kauen auf Knochen und anderen Leckerbissen zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen von Hunden. Der Kauspaß hat jedoch auch gesundheitliche Vorteile. Worauf Sie beim Kauf von Kausnacks achten sollten und warum sie zu einer artgerechten Ernährung gehören, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Kausnacks sind für Hunde Entspannung, Genuss und Zeitvertreib

Kausnacks wecken bei Hunden einen Urinstinkt: Nach einer aufregenden Jagd ziehen sich Wölfe an einen sicheren Ort zurück, um ihre Beute in Ruhe zu zerlegen. Das Kauen auf Knochen und anderen Teilen der Beute ist die Belohnung nach der Treibjagd und entspannt den Wolf. Hunde sehen Kausnacks als ihre Beute an und das Kauen und Knabbern führt zu den gleichen Entspannungseffekten und Genussmomenten.

 

Kauen ist für Hunde ein Grundbedürfnis.

 

Kauen gehört zu den wichtigsten Beschäftigungen eines Hundes im Alltag. Die Kaubewegung fördert die Durchblutung im Kopf der Hunde und sie werden dadurch wacher und zufriedener. Hunde, die keinen ausreichenden Auslauf haben, neigen zu einem verstärken Kaubedürfnis. Kauen bedeutet hier Ablenkung. Folgende Verhaltensweisen Ihres Hundes sind Anzeichen für ein starkes Kaubedürfnis:

  • Ihr Hund beknabbert sich häufig seitlich am Körper.
  • Ihr Hund nagt an seinen Genitalien. 
  • Ihr Hund verbeißt sich in Gegenständen wie Schuhe, Möbel oder Stöcke.

Tritt dieses Verhalten bei Ihrem Hund auf, dann ist es wichtig, Kausnacks in die Ernährung Ihres Hundes zu integrieren. Ihr Hund kann seinen Instinkt so auf dem natürlichsten Weg ausleben. Kausnacks sind somit besonders bei Stadthunden sinnvoll, die nicht nach Lust und Laune herumtoben können.

Wichtig: Der Einsatz von Kausnacks ersetzt nicht die Bewegungsfreiheit Ihres Hundes. Sie dienen dem Zeitvertreib und fördern die Ausgeglichenheit.

Warum sind Kausnacks wichtig für die Zahngesundheit von Hunden?

Das Knabbern von Kausnacks hat einen weiteren positiven Effekt: Es fördert die Zahngesundheit Ihres Hundes. Wenn Hunde auf Kausnacks herumbeißen, löst sich Zahnbelag auf natürliche Weise und dies beugt Zahnstein vor. Außerdem regt das Kauen den Speichelfluss an, der die Mundhöhle des Hundes reinigt. Bestimmte Mineralien im Kausnack, zum Beispiel Calcium und Magnesium, verstärken diesen Reinigungsprozess.

 

Kausnacks wirken wie eine Zahnbürste für den Hund.

 

Kausnacks stärken zusätzlich die Zahnfleischdurchblutung und Kaumuskulatur. Zahnprobleme gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden bei Hunden. Hunde leiden sehr, wenn sie aufgrund von Kauproblemen kein Futter zu sich nehmen können. Es ist somit wichtig, Kausnacks in den Speiseplan Ihres Hundes zu integrieren.

Welche Kausnacks eignen sich für Hunde?

Es gibt ein riesiges Angebot an unterschiedlichen Kausnacks. Für eine artgerechte Ernährung ist es wichtig, dass Kausnacks möglichst naturbelassen zusammengesetzt sind. Weichmacher, Aroma- und Farbstoffe sowie Zucker sollten nicht enthalten sein. Es eignen sich besonders Rinderkopfhaut oder -ohren, Büffelhaut, Geflügelhälse und Pansen. Hat Ihr Hund jedoch andere Vorlieben, gibt es viele weitere gesunde Kausnacks. Es ist auch möglich, unbehandelte Tierknochen an Hunde zu verfüttern. Füttern Sie jedoch nie ältere und gekochte Knochen sowie Geflügelknochen. Diese Knochen sind häufig porös und es besteht Verletzungsgefahr durch Splitter. 

Am sichersten ist es, wenn Sie Ihrem Hund hochwertige und hundegerechte Kausnacks geben. Frische und zähe Weichteile werden meist luftgetrocknet und dann zu Kausnacks verarbeitet – beispielsweise sind dies Schweineohren, Rotwildsehnen, Dörrfleisch, Lamm- oder Ochsenziemer, Geflügelmägen oder Schinkenknochen. Der Vorteil: eine geringere Verletzungsgefahr und gesicherte Qualitätskontrolle durch die Hersteller.

Wir haben Tipps für die Fütterung von Kausnacks für Sie: 

  • Kleinere Hunderassen: weichere und kleinere Kausnacks
  • Größere Hunde: festere und größere Kauartikel
  • „Schlingende“ Hunde: ausschließlich Kausnacks, die Ihr Hund nicht in einem Stück verschlucken kann
  • Kausnacks nur unter Aufsicht füttern – Hunde können sich verschlucken.
  • Wie oft Sie Ihren Hund füttern, hängt von Alter, Gewicht und den individuellen Bedürfnissen Ihres Hundes ab – das gilt auch für Kausnacks. Überschreiten Sie jedoch die empfohlene tägliche Fütterungsmenge von 5 bis 10 Prozent der Gesamtration nicht. Es kann sonst zu Verdauungsbeschwerden und Gewichtszunahme kommen.

Kausnacks für Welpen und Hund-Senioren?

Schon bei kleinen Welpen ist der intuitive Kautrieb zu erkennen. Sie nagen an den Pfoten, an Händen, aber auch schon mal am Sofa. Ab einem Alter von 12 Wochen profitieren Welpen von Kausnacks. Welpengerechte Kausnacks helfen beim Wechsel der Milchzähne zum Dauergebiss. Es ist wichtig, dass auch schon junge Tiere ihr Kaubedürfnis ausleben, um zu ausgeglichenen, glücklichen und gesunden Hunden heranzuwachsen. 

Für Hunde-Senioren dagegen kann es mit Kausnacks schwierig werden. Hat Ihr Hund bereits ein hohes Alter erreicht und Gebissprobleme, sind insbesondere Kauknochen sowie feste und zähe Kausnacks ungeeignet. Hat Ihr Hund bereits starke Beschwerden beim Kauen, sind Kausnacks in der Regel nicht sinnvoll. Außerdem sind bindegewebsreiche Kausnacks wie zum Beispiel Schweineohren, Ochsenziemer oder Kauknochen aus Rinderhaut nicht geeignet, da sie durch schwer verdauliches Eiweiß die Organe älterer Hunde belasten.

Tipp: Für Hunde-Senioren gibt es vegetarische Kausnacks sowie Kauspielzeug aus Kunststoff, welche die Zahngesundheit stärken, ohne Schaden anzurichten. 

Keine Bissspuren an den Möbeln, ein ausgeglichener Hund und weniger Mundgeruch durch gepflegte Zähne – von Kausnacks profitieren Hund und Halter gleichermaßen. Kausnacks tragen so zu einer entspannten und glücklichen Beziehung zwischen Ihrem Hund und Ihnen bei. 

Teilen Sie diesen Artikel mit Ihren Freunden & Bekannten:

Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe