Agility-Training für Ihren Hund

So wird Ihr Hund fit mit Agility-Kommandotraining

Außer Gassirunden und ausgedehnten Spaziergängen am Wochenende können Sie mit Ihrem Hund noch eine ganze Menge mehr an Bewegung und Training erleben: Agility bietet Ihrem Hund intensives sportliches Training, das richtig Spaß macht. Gleichzeitig erweitert das Bewegungsprogramm für Ihren Hund die Grenzen von Spiel, Bewegung und Erziehung. Was Agility ist und wie Sie es gemeinsam mit Ihrem Hund beginnen können, zeigen wir Ihnen im Artikel.

 

Die tägliche Gassirunde wird langweilig? Dann probieren Sie doch einmal Agility. Es trainiert den Hund wesentlich stärker als einfaches Spazierengehen. Agility hält den Hund äußerst gelenkig und aufmerksam und fördert die Beziehung von Mensch und Hund. Worum geht es also beim Agility-Training?

Definition: Das bedeutet Agility

Das englische Wort „Agility“ bedeutet auf Deutsch „Beweglichkeit“. Beweglichkeit ist beim Hund nötig, um einen Hindernis-Parcours fehlerfrei und in einer bestimmten Zeit zu absolvieren. Der Hundehalter läuft dabei mit dem Hund und leitet ihn durch Handzeichen und Kommandos an, ohne jedoch Leine oder Halsband einzusetzen. Agility setzt daher eine besonders enge Zusammenarbeit von Hund und Halter voraus.

Agility für Hunde ähnelt sehr den Springturnieren von Pferden. Und tatsächlich: Ursprünglich war Agility ein Pausenfüller bei der amerikanischen Crufts Dog Show und nahm sich die Hindernisse bei Pferde-Springturnieren zum Vorbild. Es war sofort ein Erfolg, und mittlerweile gibt es weltweit eigene Wettbewerbe.

Die Übungen beim Agility-Training

Bei Wettkämpfen haben sich die folgenden Übungen etabliert, die der Hund nacheinander absolvieren muss. Dazu gehören Reifen, Tunnel, Soft-Tunnel, Laufsteg, Hürde, Mauer, Weitsprung, Slalom, Treppe, A-Wand und Wippe.

Die Reihenfolge der Übungen variiert jedes Mal, Teilnehmer haben deshalb vor dem Wettkampf die Gelegenheit, den Parcour einmal abzugehen.

 

Die Herausforderung beim Agility-Wettkampf ist, dass der Hund genau auf seinen Halter hört und die gewünschte Reihenfolge der Hindernisse einhält.

 

Verweigert er ein Hindernis oder führt die Übung nicht sauber aus, gibt es Punktabzug. Alle Übungen sind in einer vorgeschriebenen Zeit zu absolvieren. Hundehalter begleiten ihren Hund durch den Parcours und geben Anweisungen.

Mit diesen Hunderassen klappt Agility besonders gut

Agility ist für viele Hunderassen und Mischlinge geeignet, auch kleine Hunde können teilnehmen. Es gibt allerdings einige Hunderassen, die besonders viel Spaß an Agility haben. Dazu gehören vor allem Hütehunde wie 

  • Border Collie
  • Australian Shepherd
  • Deutscher Schäferhund
  • Jack Russel

Agility-Training beansprucht jedoch die Gelenke und Muskeln stärker. Für Dackel und andere Hunde mit einem langen Rücken, wie etwa Bassetts, ist Agility deshalb nicht empfehlenswert. Und auch bei besonders schweren Hunden wie Bernhardinern oder Neufundländern belasten die Sprünge beim Agility die Gelenke zu stark. Sie sollten daher mit diesen Hunderassen nicht alle Übungen durchführen.

 

Für Welpen ist ein Agility-Training noch zu anstrengend und Sie sollten es daher erst beginnen, wenn Ihr Hund ausgewachsen ist.

 

Um an offiziellen Agility-Turnieren des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) teilnehmen, muss Ihr Hund mindestens 18 Monate alt sein. Eine gründliche Erziehung und Kommandos bereiten Ihren Hund aber schon auf das spätere Training vor und sind die Voraussetzung. In vielen Städten gibt es spezielle Vereine, die Agility-Training für Hunde anbieten. Erfahrene Trainer leiten an und geben ihr Wissen weiter, und gemeinsam macht das Training noch mehr Spaß – für Sie und auch für Ihren Hund!

So profitiert jeder Hund von ausgewählten Agility-Übungen

Agility-Training ist jedoch nicht nur ein Wettkampfsport. Sie können es mit Ihrem Hund trainieren, auch wenn Sie nicht an Wettkämpfen teilnehmen wollen. Denn Agility übt viele Bewegungen und Kommandos, die auch im Alltag nützlich sind – und macht viel Spaß! Lassen Sie einfach die Übungen aus, die für die Rasse Ihres Hundes zu anstrengend sind. Ihr Hund bleibt dann gelenkig und aufmerksam und wird gefordert. Er hört besser auf Kommandos und die Beziehung von Hund und Halter wird verbessert.

 

Viele Hunde verlieren durch das Training die Angst vor Hindernissen und Gegenständen und trauen sich selbst mehr zu.

 

Diese Agility-Übungen können Sie gleich mit Ihrem Hund ausprobieren

Das hört sich spannend an? Dann fangen Sie doch gleich mit ein paar einfachen Übungen mit Ihrem Hund an:

Auf Handzeichen links oder rechts an einem Hindernis vorbeigehen

Dies ist eine grundlegende Übung bei Agility-Sport. Der Hund lernt, auf Ihr Kommando hin auf der gewünschten Seite um ein Hindernis herum zu laufen. Für den Anfang können Sie dazu jedes Hindernis nehmen, das sich bietet: einen Poller, ein Straßenschild oder einen Blumenkübel. Trainieren Sie auf einer Wiese, ist ein Pylon praktisch, denn Sie können ihn nach Wunsch versetzen. Locken Sie Ihren Hund mit einem kleinen Snack jeweils links oder rechts um das Hindernis und belohnen Sie ihn immer dann, wenn er die richtige Richtung nimmt.

Zum Ziel laufen, auch wenn Sie in die andere Richtung gehen

Bei einem Wettkampf laufen Hund und Halter miteinander. Der Hund darf sich nicht davon ablenken lassen, wenn der Halter plötzlich die Richtung wechselt. Sie können dies üben, indem Sie ein Leckerli für den Hund sichtbar in einiger Entfernung platzieren. Gehen Sie nun wieder zu Ihrem Hund und laufen Sie auf Kommando gemeinsam zum Leckerli. Klappt dies gut, gehen Sie beim beim nächsten Mal nur die Hälfte der Strecke und drehen dann um. Ihr Hund sollte unbeirrt weiter zum Leckerli laufen.

Über ein Hindernis springen

Auf Kommando über ein Hindernis zu springen, lässt sich sicherlich in Ihren Spaziergang mit dem Hund integrieren. Wichtig: Der Hund soll nur auf Ihr Kommando hin springen. Wechseln Sie auch die Seiten und achten Sie darauf, dass das Hindernis an die Körpergröße Ihres Hundes angepasst und nicht zu hoch ist.

Dieses Zubehör ist nützlich für Agility

Wenn Sie einfache Agility-Übungen in Ihre tägliche Gassirunde integrieren wollen, eignet sich für den Anfang ein Pylon, mit dem Sie üben können, dass der Hund in der vorgegebenen Richtung an einem Hindernis vorbeiläuft oder es umrundet. Im Tierfachhandel erhalten Sie weiteres Zubehör für alle gängigen Agility-Aufgaben. Zur Belohnung und positiven Bestärkung können Sie daneben leckere Snacks einsetzen, damit der Hund einen weiteren Anreiz hat, beim Training mitzumachen. Das wichtigste Zubehör ist jedoch Geduld und Spaß am spielerischen Lernen mit Ihrem Hund.


Fazit: Agility ist ein toller Sport für viele Hunderassen. Er fordert Hunde körperlich und geistig und bringt sofort Abwechslung in Ihre tägliche Gassirunde.

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