Sportliche Hunderassen

Was Sie als Sportler bei der Auswahl Ihres Hundes bedenken sollten 

Sie sind gerne sportlich aktiv und viel an der frischen Luft unterwegs? Dann wünschen Sie sich wahrscheinlich einen tierischen Partner, der ebenfalls gerne in Bewegung ist. Ein sportlicher Hund ist der ideale Begleiter für Entdeckungstouren, Laufrunden oder Fahrradausflüge. Besonders Hüte-, Treib- und Jagdhunde genießen die sportliche Herausforderung – sie stellen aber auch besondere Anforderungen an ihre Halter. Wir verraten Ihnen, welche die besten Hunderassen für Aktive sind und wie Sie sie sinnvoll beschäftigen können. 

Eine kleine Liste sportlicher Hunderassen

Hier finden Sie eine Auswahl an Hunderassen, die perfekt für einen aktiven Lebensstil geeignet sind. Welche Sportarten ein Hund besonders liebt, ist von seinem individuellen Charakter abhängig. Einige Rassen sind jedoch dafür bekannt, dass sie bestimmte Aktivitäten wie das Laufen oder das Schwimmen besonders genießen.

Unter diesen Hunderassen finden Sie begeisterte Läufer: 

  • Weimaraner – der sportliche Jagdhund ist sehr bewegungsfreudig und meistert auch unebenes Gelände. 
  • Pointer – Pointer sind nicht nur ausdauernd, sondern auch schnell. Sie eignen sich hervorragend als Läufer und verstehen sich häufig gut mit weiteren Haustieren. 
  • Dalmatiner – falls Sie schon etwas Hundeerfahrung mitbringen, ist der Dalmatiner die richtige Wahl. Die charakterstarken Sportskanonen laufen für Ihr Leben gern.
  • Jack Russell Terrier – Die kleinen Jack Russel Terrier sind echte Energiebündel und brauchen viel Bewegung. Als ehemalige Jagdhunde freuen sie sich auch über ausdauernde Laufrunden. 
  • Australian Shepherd – die aufgeweckten Hütehunde haben jede Menge Kraft und Kondition. Sie brauchen viel Auslauf und sind familienfreundlich.
  • Windhund – Windhunde sind schnell, haben einen starken Beschützerinstinkt und einen noch stärkeren Jagdtrieb. Eine gute Erziehung und Konsequenz ist für sie wichtig. 
  • Border Collie – die intelligenten Hütehunde sind für jede Aktivität zu haben. Sie sind ebenso schnell wie geschickt.

 

Unter diesen Hunderassen finden Sie gute Schwimmer: 

  • Golden Retriever – wegen ihrer freundlichen Art sind Golden Retriever als Anfängerhunde geeignet. Sie genießen Ausflüge in die Natur und ans Wasser. 

  • Labrador Retriever – Labrador Retriever gelten wegen ihrer ausgeglichenen Art als Lieblinge bei Familien. Sie freuen sich über ausgedehnte Entdeckungstouren – egal ob zu Land oder zu Wasser.  

  • Neufundländer – Neufundländer sind nicht nur besonders groß, sondern auch energiegeladen, robust und wild aufs Schwimmen. 

  • Portugiesischer Wasserhund – früher dienten sie Fischern an der Algarve als Helfer, und noch immer lieben portugiesische Wasserhunde das Schwimmen und Tauchen. 

  • Pudel – Pudel machen nicht nur hübsch frisiert eine gute Figur – sie haben auch einen hohen Bewegungsdrang und sind ausgezeichnete Schwimmer. 

  • Landseer – die gutmütigen Familienhunde lieben die Natur und das Wasser. Sie sind leidenschaftliche Schwimmer und werden gerne als Wasserrettungshunde eingesetzt.

Ihre Lebensweise muss zu den Bedürfnissen Ihres Hundes passen – und umgekehrt

Genauso wie wir Menschen besitzen auch Hunde individuelle Wesenszüge und Persönlichkeiten, die sich im Laufe ihres Lebens entwickeln. Jeder Hund ist einzigartig. Gleichzeitig zeigen Hunde aber auch bestimmte rassetypische Eigenschaften: Sie haben angeborene Instinkte und Verhaltensweisen, die bei dem einen Hund mehr und bei dem anderen weniger stark ausgeprägt sind. 

Es gibt inzwischen mehr als 340 Hunderassen mit zum Teil sehr verschiedenen und starken Charakteren. 

 

Die unterschiedlichen Wesenszüge der Hunderassen gehen meist auf ihre ursprünglichen Wurzeln zurück: So haben zum Beispiel Dackel, die früher als Jagdhunde eingesetzt wurden, ein ausgeprägtes Jagdverhalten oder Border Collies als ehemalige Schäferhunde einen starken Hüteinstinkt. Die Rassenzugehörigkeit hat in den meisten Fällen einen großen Einfluss auf das Verhalten Ihres Hundes im Alltag. Egal, ob ein Hund nun besonders gelehrig, verschmust, zurückhaltend oder aktiv ist: Sie können sein Verhalten zwar durch Ihre Erziehung beeinflussen – aber Sie werden sein Wesen nicht derart verändern können, dass es nicht mehr seinem (rassetypischen) Naturell entspricht. Besser ist es daher, Sie suchen sich einen Hund, der von vorneherein gut zu Ihrer Persönlichkeit passt: zum Beispiel einen aktiven Hund, der an Sport und Bewegung genauso viel Spaß hat wie Sie.

Hunde und Halter, die die gleichen Aktivitäten genießen, bilden harmonische Teams.

Diese Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie sich einen sportlichen Hund anschaffen

Alle Hunde brauchen regelmäßige Bewegung und Beschäftigung, um sich wohlzufühlen. Manche Rassen sind in dieser Hinsicht jedoch besonders anspruchsvoll. Dazu gehören zum Beispiel Angehörige ehemaliger Arbeitshunderassen wie Hüte-, Treib- oder Jagdhunde. Sie brennen darauf, Neues zu lernen und körperlich aktiv zu sein. Mit Spaziergängen allein oder einem vereinzelten Abenteuerurlaub im Jahr sind sie nicht ausreichend ausgelastet. Bevor Sie sich einen bewegungsfreudigen Hund zulegen, sollten Sie sich zunächst einige Fragen stellen.

Wie viel Zeit können Sie im Alltag aufbringen, um mit Ihrem Hund aktiv zu sein? 

 

Um einen sportlichen Hund ausreichend zu beschäftigen, müssen Sie regelmäßig Zeit für ihn einplanen können. Daneben sollten Sie noch weitere Aspekte bedenken: Sind Sie gerne und regelmäßig an frischer Luft unterwegs? Möchten Sie sich mit Ihrem Hund aktiv bewegen oder ihn trainieren? Haben Sie Lust auf Hundesport? Wohnen Sie in einer ländlichen Umgebung oder nahe einem Park? Überlegen Sie sich genau, ob Ihre Vorlieben auch zu den Haltungsbedingungen des Tieres passen, bevor Sie sich einen Hund anschaffen.

So lasten Sie sportliche Hunde richtig aus

Sportliche Hunde brauchen regelmäßig körperliche ebenso wie geistige Anstrengung. Einige Halter meinen es mit ihrer Auslastung jedoch zu gut: So wichtig es ist, Ihren sportlichen Hund auszulasten – eine Überforderung sollten Sie ebenso vermeiden. Auch ein erwachsener und sportlicher Hund braucht genug Zeit, um zu schlafen und sich zu regenerieren. In der Regel genügt eine Sportart für Ihren Hund. Sie müssen weder ein breit gefächertes Sportprogramm aufstellen, noch auf Wettkampfebene mit ihm trainieren. 

Es gibt viele Beispiele für Aktivitäten, die Hund und Halter gleichermaßen genießen: Wenn Ihr Hund gut auf Kommandos hört, kann er Sie zu Ihren sportlichen Outdoor-Aktivitäten begleiten: Bewegungsfreudige Hunde sind ideale Begleiter beim Joggen, Fahrradfahren, Wandern oder Schwimmen. So können Sie sich über einen motivierten Trainingspartner oder Beschützer freuen und das Gassigehen mit Ihrem Hund sinnvoll ergänzen. Auch Hundesportarten wie Agility-Training oder Hundefrisbee bringen die nötige Auslastung und machen Hunden ebenso wie Haltern Spaß.

Spiele und Konzentrationsübungen sorgen für die geistige Auslastung Ihres Hundes. Klassische Trainingsmethoden sind zum Beispiel Geschicklichkeits- und Suchspiele, Nasenarbeit oder das Apportieren. Auch die Erziehung Ihres Hundes gehört zu seiner geistigen Auslastung und fördert sein Denkvermögen. Bei dem Trainieren neuer Tricks und Aufgaben können Sie Ihren Hund mit oder ohne Leckerlie belohnen

 

Sprechen Sie mit einem Tierarzt über die Bedürfnisse Ihres Hundes

Ob Ihr Hund zu stark oder zu wenig ausgelastet ist, hängt nicht nur von seiner Rasse ab. Auch sein Alter und sein Gesundheitszustand spielen eine Rolle. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um mehr über die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes zu erfahren.

Fazit: Wenn Sie ein sportlich aktiver Mensch sind, kann ein bewegungsfreudiger Hund der ideale Partner für Sie sein. Prüfen Sie vor der Anschaffung eines sportlichen Hundes, ob Ihre Lebensweise zu seinen Bedürfnissen passt. Wenn dies der Fall ist, werden Sie ein ideales Team bilden – und Sie werden ebenso wie Ihr Hund viel Freude an den gemeinsamen Aktivitäten haben. 

 

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