Husky-Haltung: Worauf kommt es wirklich an?

Alle Infos rund um die artgerechte Haltung von Huskys

Huskys sind wahre Energiebündel, die zwar etwas dickköpfig, aber auch sehr menschenfreundlich sein können. Huskys brauchen besondere Zuwendung und eine intensive Erziehung, damit sie ausgelastet und glücklich sind. Mit der richtigen Haltung werden Sie und Ihr treuer Begleiter ein eng verbundenes Team.

Huskys sind eine sehr alte Rasse, die vor langer Zeit von den Inuit als Zug- und Nutztiere gezüchtet wurde. In den Hunden steckt somit viel Energie und Kraft, die sie tagtäglich rauslassen wollen. Lasten Sie Ihren Husky nicht richtig aus, kann sich der sonst liebenswürdige Vierbeiner in ein übellauniges und starrsinniges Familienmitglied verwandeln. Auf der anderen Seite müssen auch Husyks Ruhe lernen. Erziehen Sie Ihren Welpen zu Geduld und machen Sie regelmäßig Pausen.

Der Husky ist ein Freund des Sports

Durch ihre Zucht sind Huskys sehr energiegeladene Tiere und brauchen jeden Tag viel Bewegung. Eine einfache Gassirunde reicht da oft nicht aus. Versuchen Sie es lieber mit einer Joggingrunde oder anderen Bewegungsspielen wie dem Agility-Training. Achten Sie bei Zugsport auf das richtige (Zug-)Geschirr

Wechseln Sie die Bewegungsform zwischendurch mit CaniCross, THS Geländeluaf, Bikejöring und Dog Scootering. Rennen und Wettkämpfe dieser Form sollten eher im Herbst und Winter stattfinden, damit Ihr Husky durch die Hitze nicht überlastet wird. Im Sommer eignen sich am besten  größeren Schwimmrunden. Versuchen Sie auch gern Ausflüge in Skigebiete und nehmen Sie Ihren Husky mit auf die Skipiste oder probieren Sie Schlittenrennen und -ausflüge im Schnee. Ihr Hund wird es genießen. Gehen Sie am Anfang behutsam und vorsichtig vor. Diese Skifahrten und Schlittenrennen müssen lange trainiert und die Hunde gut erzogen werden.

Schöne Orte für Ski- und Schlittenrennen

Ein tolles Ausflugsziel hierfür sind der Thüringer Wald und der Harz . Sie haben dort je nach Wetter und genügend Schnee die Möglichkeit, Schlittenhunde in Camps zu besuchen und sich mit ihren Haltern, den sogenannten Mushern, zu unterhalten.

Ein Husky ist deshalb kein Hund für Menschen, die Ruhe und Entspannung vorziehen. Zusätzlich zum täglichen Programm wäre ein großer Garten ideal, wo sich Ihre Fellnase nach Herzenslust austoben kann.

Der Husky ist ein Freund für Abenteurer.

 

Das sollten Sie Ihrem Husky bieten

Huskys werden in der Regel im Rudel gehalten und arbeiteten schon immer eng mit Menschen zusammen. Dadurch sind sie ideal für größere Familien oder als Zweithunde geeignet. Sie brauchen Gesellschaft und sind nicht gern allein. Das sollten Sie unbedingt berücksichtigen, bevor Sie sich für einen Husky entscheiden. Durch die intensive Betreuung und hohen Ansprüche an die richtige Auslastung der Hunde ist ein Husky kein Freund des stressigen Büroalltags. 

Neben der körperlichen Auslastung müssen Huskys auch geistig gefordert werden. Sie langweilen sich schnell und können bei Unterforderung jeglicher Art eigensinnig und stürmisch werden. Probieren Sie deshalb regelmäßig verschiedene Denkspiele mit Ihrem Husky aus. 

Sie machen ihm mit viel Aufmerksamkeit, viel Bewegung und kalten Temperaturen eine Freude. Aufgrund ihres dicken Fells lieben Huskys kühle Temperaturen und sogar Eis und Schnee. Im Sommer sollten Sie deshalb heiße Urlaubsorte meiden und auf regelmäßige Abkühlung Ihres Hundes achten. Hierfür bieten sich Hundeplanschbecken oder kühle Räume im Haus an. Wenn Sie also schon im Vorfeld wissen, dass Sie Ihren Hund für längere Zeit alleine lassen oder warme Temperaturen bevorzugen, sollten Sie von einem Husky als Haustier absehen.

Abwechslung ist das A & O bei der Husky-Haltung.

Das macht den Charakter von Huskys aus

Huskys sind sehr freundliche Hunde. Sie verstehen sich gut mit Kindern, sind aber neuen Menschen gegenüber nicht sonderlich aufgeschlossen. Sie halten sich an ihr Rudel und die Leute, die sie kennen. Das Herz eines Husky zu erobern, braucht somit ein bisschen Zeit – es lohnt sich aber allemal. Der Charakter von Huskys ist vielseitig und spannend. Huskys sind sehr treue Begleiter, auch wenn sie etwas eigensinnig sind. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Husky bei einer Freilauf-Runde im Park etwas länger umherstreift. Je nach Hund und Wohnlage sollten Sie Ihr Grundstück mit einem hohen Zaun versehen, da Ihr Husky sonst allein auf Erkundungstour gehen könnte. Wohnen Sie nah an viel befahrenen Straßen, kann sich Ihr Vierbeiner schnell in Gefahr befinden. Trainieren Sie deshalb konsequent mit ihm, auf Kommandos zu hören, damit er sich und andere nicht in Gefahr bringt. 

Die Neigung zum Umherstreifen zeigt sich auch deutlich beim Jagdverhalten des Huskys. In wildreichen Gegenden (vor allem in Wäldern) sollten Sie Ihren Husky unbedingt angeleint lassen. Wenn Sie neben Ihrem Husky auch noch eine Katze halten möchten, sollte sich der Husky schon als Welpe an seinen kleinen Mitbewohner gewöhnen.

Ein Husky fühlt sich in Gruppen am wohlsten – er ist der perfekte Zweithund.

Diese Pflege braucht Ihr Husky

Die Fellpflege des Huskys ist einfach, denn er braucht außer beim Fellwechsel keine besondere Zuwendung. Während des Fellwechsels sollten Sie Ihren Hund regelmäßig bürsten, um ihn von überschüssigem Haar zu befreien.

Da Huskys so aktive Hunde sind, brauchen sie auch energiereiches Futter. Oft lässt sich die Energieversorgung über die Futtermenge regulieren, aber auch die Zusammensetzung der Nahrung spielt eine wichtige Rolle – achten Sie auf Futter mit einem hohen Fleischanteil.

Fazit

Ein Husky braucht viel Zeit, Bewegung und Abwechslung, um glücklich zu sein. Deswegen sind Hukys die idealen Hunde für aktive Abenteurer und Wanderer. Durch seine hohen Ansprüche ist er für unerfahrene Hundehalter  ungeeignet und bietet sich vor allem als Zweithund an.

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