Sie wollen Ihren Hund baden – Tipps für Spaß in der Badewanne

Was Sie beim Baden von Welpen und ausgewachsenen Hunden beachten sollten

Spaziergänge bei Wind und Wetter, Toben im Matsch oder Schwimmen im See – das Fell Ihres Hundes muss allerhand aushalten. Regelmäßige Fellpflege gehört deshalb für Hundehalter zum Pflegeprogramm für Ihren vierbeinigen Freund dazu. Meist reicht tägliches Bürsten aus, um das Hundefell sauber und gepflegt zu halten, doch manchmal muss es einfach etwas mehr sein. Wann Sie Ihren Hund baden sollten und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Im Gegensatz zu Katzen, die jeden Tag selbst eine gründliche Fellpflege absolvieren, müssen Sie bei Ihrem Hund ein bisschen nachhelfen. Manche Hunde haben ein kurzes, pflegeleichtes Fell, aus dem sich auch Schmutz leicht ausbürsten lässt. Andere haben ein langes oder sehr dichtes Haarkleid, das eher pflegeintensiv ist.

Ein regelmäßiger Fellschnitt beim Hundefriseur ist in jedem Fall empfehlenswert, damit Sie mit der täglichen Pflege gut zurechtkommen.

Wann und wie oft sollten Sie Ihren Hund baden?

Meistens reicht es, das Fell täglich zu bürsten, doch manchmal muss es gründlich gereinigt werden, und Sie sollten Ihren Hund baden. Spätestens wenn der Hund beginnt, unangenehm zu riechen, ist es so weit. Dabei ist es nicht unbedingt der Körpergeruch des Hundes, der stört. Wenn Ihr Hund sich draußen im Schlamm wälzt, bleibt es nicht aus, dass sich unangenehme Gerüche entwickeln. Sie kennen es sicher, wenn Ihr Hund plötzlich stinkt, und besonders nasses Fell riecht oft sehr stark und unangenehm.

Riecht Ihr Hund auch mit trockenem Fell unangenehm, ist es höchste Zeit für ein Bad.

Auch wenn Ihr Hund im Gelände umhergestromert ist und sein Fell dreckig geworden ist, ist ein Bad angeraten. Sonst können im schlimmsten Fall schädliche Stoffe wie Gülle, Dünger oder Pflanzengifte ins Fell gelangen, die der Hund beim Lecken oder über die Haut aufnimmt.

 

Tipp: Ein erster Schritt bei der Fellreinigung ist immer ein Handtuch oder eine saugfähige Reinigungsmatte, auf der sich Ihr Hund wälzen und dabei sein Fell reinigen kann. Damit wird der gröbste Dreck entfernt. Dann können Sie Ihren Hund zum Baden in die Wanne oder die Dusche heben.

 

Den Hund baden: so geht’s

Wenn Ihr Hund gerne im Fluss oder See schwimmt, heißt das nicht automatisch, dass er sich gerne baden lässt. Ein bisschen Umsicht ist deshalb geraten, damit das Baden ein positives Erlebnis wird. Wenn Sie einen Garten haben, ist es im Sommer besonders unkompliziert:

Im Sommer können Sie Ihren Hund perfekt im Garten baden.

Je nach Temperatur können Sie eine Wanne verwenden, falls das Wasser aus dem Gartenschlauch zu kalt ist. In die Wanne geben Sie dann zusätzlich warmes Wasser und arbeiten mit einem Waschhandschuh, um Wasser und Hundeshampoo zu verteilen.

Ansonsten sind aber auch Ihre Badewanne oder Dusche bestens geeignet, den Hund darin zu baden.

Das brauchen Sie zum Baden Ihres Hundes:

  • Gummimatte oder Handtuch zum Auslegen der Badewanne, damit Ihr Hund nicht ausrutscht
  • Eine rutschfeste Matte oder ein Handtuch vor der Dusche
  • Ein Haarsieb für den Abfluss
  • Mildes Hundeshampoo
  • Ein paar Leckerli

Verhindern Sie, dass Ihr Hund ausrutscht, denn dabei kann es leicht zu Panik kommen.

Lassen Sie die Badewanne auf keinen Fall volllaufen mit Wasser, sondern waschen oder duschen Sie Ihren Hund eher. Dabei beginnen Sie bei den Pfoten und arbeiten sich langsam nach oben vor. Wichtig: Duschen Sie den Kopf nicht ab und verwenden Sie am Kopf auch kein Shampoo, sondern arbeiten Sie hier mit einem Waschlappen. 

Verwenden Sie ein spezielles Hundeshampoo

Hundeshampoos sind speziell für die Haut Ihres Vierbeiners entwickelt. Verwenden Sie auf keinen Fall Ihr eigenes Haarshampoo oder normale Seife, wenn Sie Ihren Hund baden, denn dies kann die Haut reizen und dem Fell zu viel schützendes Fett entziehen. Auch die zugesetzten Parfümstoffe sind für Hunde ungeeignet, und die meisten Hunde mögen den Geruch ohnehin nicht. 

Waschen Sie das Shampoo immer gründlich aus dem Fell aus.

 

Baden bei Hauterkrankungen oder Parasitenbefall

Leidet Ihr Hund unter einer Hauterkrankung oder dem Befall von Läusen, Milben oder anderen Parasiten, gibt Ihnen der Tierarzt wahrscheinlich ein spezielles medizinisches Shampoo. Wichtig: Lesen Sie vor dem ersten Gebrauch unbedingt den Beipackzettel, damit Sie das Shampoo richtig dosieren und anwenden.

Eine handwarme Wassertemperatur ist ideal

Setzen Sie den Duschkopf ein, dann achten Sie darauf, dass der Wasserstrahl sanft ist. Die Wassertemperatur sollte weder zu kalt noch zu heiß sein, eine handwarme Temperatur ist ideal.

Sollte man Hunde nach dem Baden föhnen?

Nach dem Waschen muss der Hund zügig abgetrocknet werden. Dafür rubbeln Sie das Fell am besten mit einem großen, saugfähigen Frotteehandtuch trocken. Je nach Temperatur können Sie das Fell nun auch vorsichtig föhnen. Besonders bei langhaarigen Rassen ist dies empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass Sie den Föhn auf eine angenehm warme Stufe einzustellen und die Luft keinesfalls zu heiß ist und auch nicht heißer wird.

Kurzhaarige Hunde brauchen Sie in der Regel nicht zu föhnen. Lassen Sie das Fell einfach nach dem Abrubbeln an der Luft trocknen. Bevor Sie Ihren Hund bei kalten Temperaturen wieder nach draußen lassen, sollte das Fell vollständig getrocknet sein.

Was Sie tun können, wenn der Hund das Baden nicht mag

Manche Hunde sind regelrecht wasserscheu und mögen einfach nicht gebadet werden. Es empfiehlt sich deshalb, bereits Welpen ans Baden zu gewöhnen. Machen Sie im Welpenalter gute Erfahrungen, ist das Baden später meist unkompliziert.

Wichtig ist, dass Sie selbst ganz ruhig bleiben, dann bleibt auch Ihr Hund ruhiger. Ein kleiner Snack als Leckerli zwischendurch hilft dem Hund, das Baden als angenehm zu erleben.

Und eine kleine Kuschelrunde nach dem Baden ist dann die besondere Belohnung für Ihren Hund und Sie selbst.

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