Wenn der Hund eifersüchtig auf den Partner ist

Tipps für ein harmonisches Zusammenleben

Ihr Hund und Sie sind ein eingespieltes Team. Kommt jedoch Zuwachs in Ihre kleine Familie – durch einen neuen Partner oder sogar ein Kind –, dann hängt der Haussegen schnell einmal schief und Eifersucht kann ein großes Thema werden. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie tun können, damit in Ihren vier Wänden Frieden und Harmonie herrscht.

Warum und wie zeigt sich Eifersucht bei Hunden?

Das Gefühl von Eifersucht hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt und auch Hunde können eifersüchtig sein – ob auf andere Vierbeiner oder auch auf Menschen. Eifersüchtiges Verhalten kann bei Hunden aufkommen, wenn sie sich vernachlässigt oder in ihrer Rudelstellung gefährdet fühlen.

Auslöser für Eifersucht sind in der Regel Situationen, in denen ein anderer Hund oder ein Mensch etwas erhält, was

der Hund selbst gerne hätte. 

Anlässe können der Entzug des Lieblingsspielzeugs, Futterneid oder fehlende Aufmerksamkeit des Halters sein. Eifersucht äußert sich bei Hunden dann durch übermäßiges Einfordern der Zuneigung des Halters und aggressives Verhalten gegenüber Fremden.

Ihr Hund ist eifersüchtig auf Partner, Baby oder den neuen Hund? – Das können Sie tun!

Ihr Hund stupst Sie immer wieder an und wünscht sich Ihre volle Aufmerksamkeit – als Hundehalter freuen Sie sich natürlich darüber, dass Ihr Hund so an Ihnen hängt. Kommt es jedoch zu Familienzuwachs, verstärkt sich bei einigen Hunden dieses Verhalten und aus Anhänglichkeit wird Eifersucht. Es gibt einige grundsätzliche Regeln für den richtigen Umgang mit der Eifersucht Ihres Hundes, die Sie beachten sollten:

Belohnen Sie nie eifersüchtiges Verhalten Ihres Hundes! 

Ob Ihr Vierbeiner aufgrund von Eifersucht knurrt oder jault, trösten Sie ihn nicht mit einem Leckerl, das wird er als Lob verstehen. Wahrscheinlich haben Sie Mitleid mit Ihrem Vierbeiner und möchten ihn aufmuntern, dies kann jedoch das unerwünschte Verhalten verstärken. Auch wenn Sie direkt auf das eifersüchtige Verhalten Ihres Hundes reagieren, beispielsweise durch Lachen, Streicheln, aber auch Schimpfen, dann wirkt Ihre Reaktion wie eine Belohnung, da Ihr Hund Ihre Aufmerksamkeit gewinnen konnte. Reagieren Sie stattdessen neutral und entspannt auf die Situation, indem Sie Ihren Hund zum Beispiel in einen anderen Raum bringen und ihm eine kleine Belohnung geben, sobald er sich beruhigt hat. 

Körperlich und mental ausgelastete Hunde sind weniger eifersüchtig

Beschäftigen Sie sich ausreichend mit Ihrem Hund, denn die körperliche und geistige Fitness Ihres Hundes ist ausschlaggebend für seine Zufriedenheit. Durch gemeinsame Bewegung, Spiele und Denkspielzeuge können Sie die Entstehung von eifersüchtigem Verhalten verhindern. 

Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Hundes

Kommt es zu großen Veränderungen in Ihrem Leben, beeinflusst dies auch Ihren Hund. Durch viel Arbeit, ein neugeborenes Kind oder einen neuen Partner bleibt häufig weniger Zeit für den geliebten Vierbeiner. Diese Änderungen können bei Ihrem Hund Unsicherheit auslösen, die durch Stressanzeichen erkennbar ist. Es ist deshalb wichtig, Ihrem Hund das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und ihm zu zeigen, dass sich Ihre Beziehung nicht ändern wird und sich Ihr Hund immer auf Sie verlassen kann. 

 

Je selbstsicherer Ihr Hund ist, desto glücklicher und ausgeglichener geht er durchs Leben.

 

Belohnen Sie Ihren Hund immer wieder, wenn er etwas richtig macht, unterstützen Sie ihn in schwierigen Situationen und fördern Sie ihn durch positive Bestärkung. Es geht nicht darum, dass sich ihr Hund stärker unterordnet, sondern dass er sich in der Familienstruktur sicher fühlt. Ein selbstsicherer Hund ist ein zufriedener Hund, der trotz neuem Partner, Baby oder Zweithund nicht eifersüchtig wird.

Verbringen Sie regelmäßig Zeit allein mit Ihrem Hund

Nutzen Sie kleine Pausen, um sich mal wieder voll und ganz Ihrer Fellnase zu widmen. Ihr Hund genießt diese Zeit in vollen Zügen und Ihre Beziehung gewinnt an Sicherheit. Ihr Hund sieht so in Ihrem neuen Partner oder dem neugeborenen Baby keine Konkurrenz, sondern einen neuen Freund. Zeigt Ihr Hund im Umgang mit Kindern jedoch auffälliges Verhalten, dann dürfen Sie die beiden nur unter Aufsicht zusammenführen.

 Hund trifft neuen Hund: Kennenlernen auf neutralem Boden

Gerade wenn ein neuer Hund Teil der Familie wird, ist es wichtig, dass ein erstes Kennenlernen nicht in den eigenen vier Wänden stattfindet. Das gemeinsame Herumtollen an der frischen Luft ist ein guter erster Schritt zu einer harmonischen Hundefreundschaft. Achten Sie darauf, dass Sie beiden Vierbeinern gleich viel Aufmerksamkeit schenken.

Ihr Partner ist eifersüchtig auf Ihren Hund? Tipps gegen die Beziehungskrise!

Eifersüchtig auf einen Hund? Das klingt zwar etwas schräg, ist aber in einigen Beziehungen ein großes Thema. Der Hund schläft mit im Bett, liegt immer beim Partner auf dem Schoß und wird viel freudiger begrüßt. Die Hund-Mensch-Beziehung ist sehr besonders, kann aber natürlich keine Partnerschaft ersetzen. Merken Sie, dass Ihr Partner empfindlich auf Ihren Vierbeiner reagiert, dann schenken Sie Ihrem Partner ein offenes Ohr, sprechen Sie offen miteinander und vereinbaren Sie gemeinsam klare Grenzen. So kann aus Konkurrenz bald wieder Freundschaft entstehen.

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