Mit dem Hund im Büro – so klappt's entspannt

Worauf Sie achten müssen, wenn der Hund mit ins Büro kommt

Statt Ihren Hund alleine zu Hause zu lassen, können Sie versuchen, ihn in den Büroalltag zu integrieren. Dadurch fühlt sich nicht nur Ihr Hund wohler, sondern auch das Büroambiente verbessert sich – das sagen zumindest mehrere Studien. Doch nicht für jeden Mitarbeitenden ist der Bürobesuch eines Hundes mit Freude verbunden. Worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier.

Ist Ihr Hund bürotauglich?

Sie wachen morgens auf, machen sich fertig für den Arbeitstag und statt sich von Ihrem Hund zu verabschieden, nehmen Sie ihn mit ins Büro. Eine tolle Möglichkeit, die gleich mehrere Vorteile hat: Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob Ihr Hund alleine zu Hause zurechtkommt, ob er zu lange einsam bleibt oder ob Ihr Hund genug Futter und Wasser hat. Auch wenn es vorkommen sollte, dass Sie mal länger arbeiten als üblich, begrüßen Sie eben gemeinsam den verspäteten Feierabend. Doch ist Ihr Hund überhaupt bürotauglich? Die folgenden Punkte sollten Sie beachten, bevor Ihr Hund Sie im Arbeitsalltag begleiten darf:

1. Der Charakter Ihres Hundes 

Zunächst sollten Sie einschätzen, wie der Charakter Ihres Hundes geartet ist. Wenn Ihr Hund sehr selbstbestimmt handelt, kann seine Anwesenheit einen negativen Einfluss auf das Arbeitsklima haben. Ein harmonisches Sozialverhalten Ihres Hundes sowie seine Reaktion auf Kommandos und Befehle schaffen die Basis für das erfolgreiche Zusammenspiel von Hund und Mensch im Büroalltag. 

Tipp: Sie besitzen noch keinen Hund, aber wollen sich einen bürotauglichen Hund anschaffen? Achten Sie bereits beim Kauf des Hundes auf die Rasse – diese bestimmt einen Teil seines Charakters.

2. Wie geht Ihr Hund mit Frustration um?

Der Arbeitsalltag kann manchmal sehr stressig ablaufen. Wenn Sie oder Ihre Kollegen keine Zeit haben, Ihren Hund zu streicheln oder mit ihm zu spielen, muss Ihr Hund es aushalten können, nicht beachtet zu werden. Neigt Ihr Hund dazu, bei Frustration zu bellen, sollten Sie mit ihm zu Hause das Alleinsein ohne zu bellen üben. 

3. Wie reagiert Ihr Hund auf ein neues Umfeld und auf neue Menschen?

Falls es sich bei Ihrem Arbeitsplatz um ein Großraumbüro handelt, in dem viele Menschen arbeiten und auch fremde Menschen eintreten, ist Trubel unvermeidbar. In dem folgenden Video lernen Sie, wie Ihr Hund ruhig bleibt, wenn unbekannter Besuch im Büro anwesend ist.

 

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4. Sind bereits andere Hunde im Büro?

Vielleicht ist Ihr Hund nicht das einzige Tier im Büro. Dann ist es wichtig, dass die Hunde untereinander zurecht kommen. Vereinbaren Sie vorher ein Treffen außerhalb des Büros, damit sich die Hunde kennenlernen und miteinander spielen können. Wenn sich die Hunde verstehen, sollten Sie noch Ihren Arbeitgeber fragen, ob mehrere Hunde im Büro in Ordnung sind.

Den Hund an das neue Umfeld gewöhnen

Ein neues Umfeld wie das Büro, kann für einen Hund zunächst sehr aufregend sein. Es kann helfen, Ihren Hund erst mal nur für ein paar Stunden mit ins Büro zu nehmen, um zu schauen, wie es ihm gefällt. Nach und nach können Sie ihn dann immer öfter für einen ganzen Arbeitstag mitnehmen.

Ist mein Büro hundetauglich?

Auch das Büro muss gewisse Anforderungen erfüllen, damit für das Wohlbefinden Ihres Hundes gesorgt ist. Einerseits müssen die Räumlichkeiten stimmen und andererseits sollte es möglich sein, kurz mit Ihrem Hund um den Block zu gehen. Sprechen Sie außerdem persönlich mit Ihren Kollegen*innen über Ihr Vorhaben.

1. Holen Sie das Einverständnis des Arbeitgebers ein

Zunächst sollten Sie auf Ihren Arbeitgeber zugehen und klären, ob es grundsätzlich in Ordnung wäre, wenn Sie Ihren Hund mit ins Büro nehmen. Schlagen Sie Ihrem Arbeitgeber eine Probephase für den Hund vor, um zu schauen, wie es läuft. Ihre Vorgesetzten brauchen noch überzeugende Argumente? Ein Hund im Büro verbessert nachweislich das Arbeitsklima und reduziert den Stress bei Mitarbeitenden, da man in seiner Anwesenheit Glückshormone ausschüttet. 

2. Holen Sie persönlich das Einverständnis Ihrer Kollegen*innen ein

Sprechen Sie alle Mitarbeitenden persönlich auf Ihr Vorhaben an. Fragen Sie, ob sich jemand durch einen Hund gestört fühlt oder ob jemand Angst vor Hunden hat – hier lassen sich sicherlich Kompromisse finden. Sie können alternativ auch eine Rundmail verschicken und um ein Meinungsbild bitten. Schwierig wird es, wenn es Kollegen*innen gibt, die allergisch auf Hundehaare reagieren – Ihren Hund abgesondert in einem fernen Raum unterzubringen, bewirkt leider nichts, da sich Allergene über die Luft ausbreiten.

3. Bereiten Sie das Büro auf den Hund vor

Das Büro muss genug Platz für das Körbchen Ihres Hundes haben und ihm das freie Herumlaufen ermöglichen. Auch der Fress- und Wassernapf müssen platziert werden. Achten Sie darauf, dass der Hund nicht an gefährlichen Dingen knabbern oder an giftigen Substanzen lecken kann. Gibt es möglicherweise Dinge, die leicht zerbrechlich sind? Diese sollten Sie vor dem Besuch Ihres Hundes beiseiteräumen. 

4. Denken Sie ans Gassigehen

Außerhalb des Büros muss sich Ihr Hund die Pfoten vertreten können. Aber auch für den Stuhlgang Ihres Hundes sollte vorgesorgt sein – dies sollte mehrmals am Tag möglich sein, ohne größere Entfernungen überbrücken zu müssen. Und auf einer kleinen Grünfläche in der Nähe Ihres Büros kann sich Ihr Hund in Ihren Pausen kurz austoben. Alle Hinterlassenschaften sollten Sie natürlich entfernen.

So fühlt sich Ihr Hund im Büro wohl

Ihr Hund fühlt sich am wohlsten, wenn er einen Rückzugsort hat, ab und zu gestreichelt wird und sich draußen austoben kann. Sorgen Sie also dafür, dass ein achtstündiger Aufenthalt im Büro für den Hund nicht zu eintönig wird. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund nicht jeden Tag mit ins Büro zu nehmen, sondern ihn zwischendurch zu Hause zu lassen - gerade jetzt wo Home Office viel üblicher geworden ist, lässt sich das auch bei Alleinstehenden möglicherweise mit einem Home Office Tag realisieren. 

Damit Ihr Hund genug Abwechslung im Büro hat und nicht bellend nach Aufmerksamkeit ruft, bringen Sie am besten ein paar Spielzeuge für den Hund mit – so kann er sich selbst beschäftigen. Oder ein Kausnack (Link auf Chicko Dent Maxi), der lange beschäftigt kann Abwechslung bringen. Das Körbchen dient außerdem als Rückzugsort und sollte nicht an einem Platz stehen, wo viel Getümmel ist. 

Zwischendrin sollte Ihr Hund rausgehen dürfen. Bestimmt haben Sie Kollegen*innen, die in ihren Raucherpausen liebend gern den Hund mit rausnehmen würden. Dann kann Ihr Hund zwischendurch frische Luft schnappen und eventuell sein Geschäft verrichten. In Ihrer Mittagspause folgt dann die große Gassirunde. Wenn Sie dies zur Routine machen, passt sich Ihr Hund an die Gassizeiten an und lernt, bis dahin geduldig zu warten. 

Fazit: Ihr Arbeitgeber und Ihre Kollegen sind einverstanden, dass Sie Ihren Hund mitbringen? Das Büroambiente ist stimmig? Dann ist es an der Zeit zu testen, wie es Ihrem Hund in dem Büro gefällt. Ein neues Umfeld und viel zusätzliche Zeit in Ihrer Gesellschaft wird ihn sicherlich erfreuen.

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