Wandern mit Hund – so wird es eine schöne Tour

Tipps für entspannte Wandertouren mit Ihrem Hund

Dass viele Menschen gerne wandern, ist nicht verwunderlich, denn wandern kann man zu jeder Jahreszeit und fast überall und für kurze Touren braucht es keine spezielle Ausrüstung. Hundebesitzer, die gerne wandern, können ihren Hund außerdem auf ihre Touren mitnehmen. Wandern ist damit ein hervorragender Sport für Hundebesitzer.

Sie haben als Hundebesitzer das Wandern für sich entdeckt? Dann finden Sie in diesem Artikel Tipps, damit auch Ihr Hund Spaß daran hat. Wenn Sie gerne wandern und noch auf der Suche nach einem Hund sind, sagen wir Ihnen, welche Hunderassen besonders geeignet für lange Wandertouren über Stock und Stein sind. In diesem Artikel erfahren Sie, was Hundebesitzer beim Wandern beachten sollten.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:
Bedenken Sie beim Wandern mit Hund seine körperliche Kondition
Leinen Sie Ihren Hund beim Wandern an
Gewöhnen Sie den Hund ans Autofahren, wenn Sie ihn auf Wanderungen mitnehmen möchten
Einen Wanderurlaub mit Hund sollten Sie gut planen
Wandern in Deutschland: Mittelgebirge oder Alpen?
So sollten Sie sich mit Hund auf der Hütte verhalten

Bedenken Sie beim Wandern mit Hund seine körperliche Kondition

Wie weit der Hund wandern kann, hängt vor allem davon ab, wie trainiert er ist. Sind Sie ohnehin aktiv, nehmen den Hund mit beim Fahrradfahren und gehen vielleicht auch zum Hundesport, wird der Hund auch beim Wandern mithalten können. Doch Hunde sind unterschiedlich ausdauernde Läufer. Und auch wenn kleine Hunde ebenso gerne wandern wie große, schaffen sie nicht dieselben Distanzen wie ihre größeren Artgenossen. Doch selbst ein kleiner Chihuahua kann bei ausreichendem Training 15 Kilometer oder mehr wandern.

Nehmen Sie auf jeden Fall immer Futter für unterwegs mit, außerdem einen kleinen Wasservorrat und einen kleinen Vorrat an Snacks. 

Sie möchten einen Hund aufnehmen und sind passionierter Wanderer? Dann lohnt es darüber nachzudenken, eine Hund aus einer Rasse zu wählen, die von sich aus gerne wandert.

Hunde, die gerne und ausdauernd wandern, sind:

  • Deutsch Drahthaar
  • Sibirische Huskys
  • Belgischer Schäferhund
  • Jack Russell
  • Dackel

Mancher Hund  trägt auch bereitwillig Gepäck, wie zum Beispiel die eigene Wasserflasche. Daran sollten Sie ihn aber langsam gewöhnen, denn auch dafür braucht es Muskeln und Kondition. Beachten Sie auch die Abmessungen des Rucksacks – er sollte nicht zu groß für das Tier sein. Hat der Hund sich an das Tragen gewöhnt, bringt jede Wanderung einen kleinen Trainingserfolg.

 

Dürfen Dackel beim Wandern Treppen und Stufen steigen?

Bei kleinen Hunden und speziell bei Dackeln gibt es immer wieder eine Diskussion, ob diese Hunde Treppenstufen steigen dürfen. Denn Hunde mit einem langen Rücken und kurzen Beinen entwickeln oft Arthrose in den Gelenken und können sich dann nur mit Schmerzen bewegen. Dackel sollen Treppen deshalb vermeiden. Dasselbe gilt im Gelände beispielsweise bei starken Anstiegen mit natürlichen Stufen.

Bevor Sie zu einer Wanderung starten, sollten Sie daher den Streckenverlauf überprüfen und eine Route wählen, die nur wenige sehr steile Anstiege hat.

EIne Alternative kann es immer sein, den Hund ein Stück weit zu tragen. Achten Sie darauf, eine Tragetasche oder einen Rucksack zu wählen, der sowohl für Sie als auch für Ihren Hund bequem ist.

Leinen Sie Ihren Hund beim Wandern an

Beim Wandern in der Natur gibt es einige Regeln, die Sie beachten sollten. Hunde sollten auf Wanderungen angeleint sein und relativ eng geführt werden. Im Gelände ist es sehr wichtig, dass der Hund auf Kommandos hört. In einigen Gebieten und besonders im Frühjahr herrscht Leinenpflicht, besonders in Nationalparks sollten Sie dies vorher überprüfen. Dies dient dazu, dass die Flora und Fauna geschützt werden. Ohne Leine kann es sonst passieren, dass auch ein gut erzogener Hund losrennt, wenn sich ein Hase oder ein Reh hinter den Zweigen zeigt. Auch eine Begegnung mit Kühen auf der Weide oder Alm kann unangenehm werden. Halten Sie Ihren Hund deshalb in Wandergebieten unbedingt an der Leine.

Wandern mit Hund während der Corona-Zeit schenkt Erholung

Mittlerweile sind Wanderungen auch während der momentan anstrengenden Corona-Zeit, die viele Einschränkungen im Alltag bringt, wieder möglich. Dies bietet eine willkommene Möglichkeit, sich zu erholen, fehlende Bewegung auszugleichen und in schöner Natur wieder aufzutanken.

Gewöhnen Sie den Hund ans Autofahren, wenn Sie ihn auf Wanderungen mitnehmen möchten

Wer bereits mitten in schöner Natur lebt, die sich zum Wandern eignet, hat keine Anfahrt. Die meisten Menschen müssen aber zunächst zu ihrem Wanderziel kommen. Dann ist es vorteilhaft, wenn Sie das Reisen mit Hund geübt haben, ganz gleich, ob Sie mit der Bahn oder mit dem Auto fahren. Dann wird er sich auf die nächste Wanderung freuen.


Damit Ihr Hund Spaß an der gemeinsamen Aktivität hat, ist es wichtig, dass er auch die Anfahrt als stressfrei und angenehm erlebt.


 

Einen Wanderurlaub mit Hund sollten Sie gut planen

Wenn Wandern ein neues Hobby für Sie ist, beginnen Sie am besten mit kürzeren Touren und steigern sich im Laufe der Zeit, so können Sie selbst und Ihr Hund sich allmählich an die Anstrengung gewöhnen. Außerdem hilft es Ihnen, besser einzuschätzen, was Sie sich zutrauen können.

Überlegen Sie eine größere Wanderung mit Ihrem Hund oder einen ganzen Wanderurlaub zu machen, so ist eine sorgfältige Planung wichtig. Ob Sie eine Streckenwanderung oder tägliche Sternwanderungen rund um das Urlaubsgebiet bevorzugen, hängt auch davon ab, wie viel Gepäck Sie tragen möchten. Wenn Sie professionelle Anleitungen zum Wandern in den Bergen mit Hund suchen, hilft der Deutsche Alpenverein weiter. Und auch gemeinsame Wanderungen mit Hund führt der DAV durch.

Wandern in Deutschland: Mittelgebirge oder Alpen?

Es gibt viele schöne Wandergebiete in Deutschland und sicher auch eines in der Nähe Ihres Wohnorts. Für eine Wanderung in einem besonders schönen Gebiet stehen z.B. die folgenden Gegenden zur Auswahl:

  • Harz – Mittelgebirge rund um den Brocken (1142 m. ü. NHN) 
  • Lüneburger Heide – weitläufiges Heidegebiet südlich von Hamburg
  • Thüringer Wald – Mittelgebirge im Herzen Deutschlands mit mehr als 6.000 km ausgeschilderten Wanderwegen
  • Sächsische Schweiz – Elbsandsteingebirge mit bizarren Felsformen
  • Schwarzwald – Deutschlands höchstes und größtes Mittelgebirge mit diversen Fernwanderwegen
  • Bayerischer Wald – an Österreich grenzendes Mittelgebirge mit Urwald und Hochmooren
  • Alpen – Deutschlands Hochgebirge bietet alle Arten von Touren inklusive Klettern 

In allen Wandergebieten gibt es Touren mit stetiger Steigung und steilen Abschnitten, die für kleinere Hunde nur schwierig zu bewältigen sind. Informieren Sie sich deshalb unbedingt vorher über Strecken, Wanderwege und Besonderheiten.

So sollten Sie sich mit Hund auf der Hütte verhalten

Nach längerer Strecke erschöpft, aber zufrieden in einer Hütte einzukehren, gehört zu den Highlights einer Wanderung. Doch leider sind Hunde auf Hütten bei Wirten und anderen Gästen nicht immer beliebt. Das liegt meist weniger an den Vierbeinern als am Verhalten der Hundehalter.

Damit es nicht zu Ärger kommt, sollten Sie dies auf der Hütte beachten:

  • Leinen Sie Ihren Hund an.
  • Lassen Sie ihn nicht auf Bänken und Polstern sitzen.
  • Lassen Sie Ihren Hund draußen, wenn er nass ist.
  • Geben Sie ihm nicht vom menschlichen Geschirr zu fressen und zu trinken. 
  • Nutzen Sie Kotbeutel und (ganz wichtig!) nehmen Sie etwaige Hinterlassenschaften immer mit.

Sie wollen auf der Hütte übernachten? Dann klären Sie auf jeden Fall vorher ab, ob es erlaubt ist, Hunde mitzubringen. Suchen Sie den Hund abends nach der Wanderung auf jeden Fall nach Zecken ab und entfernen Sie entdeckte Zecken umgehend.

Nach aller Planung kommt dann endlich der wunderbare Moment, an dem Sie einfach mit Ihrem Hund loslaufen und Schritt für Schritt tolle neue Gebiete entdecken. Viel Spaß dabei!

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